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Medizinische Leistungen

Kleines Implantat, große Wirkung - Mini-Implantate in der Zahnmedizin

Ob als Anker für eine kieferorthopädische Apparatur oder als temporäre Verankerung für provisorische Prothesen – die Mini-Implantate, die sich problemlos durch die Schleimhaut in den Kieferknochen hinein drehen und ebenso einfach wieder entfernen lassen, sind ein neues, interessantes Hilfsmittel in der Zahnmedizin. Dr. Rainer Erhardt stellt die Funktionsweise dieser neuen Implantate vor.
Artikel vom 12.07.2016

<strong>Kleines Implantat, große Wirkung</strong> - Mini-Implantate in der Zahnmedizin
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Die Funktion zahnärztlicher Implantate als dauerhafter Ersatz verloren gegangener Zahnwurzeln ist mittlerweile aus dem zahnärztlichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Einmal inseriert, wachsen sie aufgrund spezieller rauer Oberflächen fest in dem Knochen ein und können so bei guter Pflege Jahrzente lang im Kieferknochen verweilen.
Es gibt in der Zahnmedizin aber auch spezielle Implantate, welche nur für eine bestimmte temporäre Indikation eingesetzt werden, und nach einer gewissen Zeit wieder problemlos entfernt werden können, Diese sogenannten Mini-Implantate sind ebenfalls aus Titan hergestellt, besitzen aufgrund einer glatt polierten Oberfläche allerdings nicht die Fähigkeit mit dem Knochen zu verwachsen.

Darin liegt auch der große Vorteil dieser Mini-Implantate. Da die sogenannte Osseointegration (das Verwachsen mit dem Kieferknochen) nicht das Ziel ist, können sie sofort belastet werden. Dies macht man sich besonders in der Kieferorthopädie zu nutze. Die kieferorthopädische Behandlung dient dazu, Zahnfehlstellungen zu korrigieren. Dabei basiert sie auf dem physikalischen Gesetz actio=reactio, nach dem jede Kraft eine Gegenkraft auslöst. Möchte man also einen einzelnen Zahn oder eine ganze Zahngruppe bewegen, braucht man einen möglichst starren Anker, von welchem aus man Kraft ausüben kann, ohne dass dieser dabei selbst bewegt wird. Aufgrund ihres kleinen Durchmessers und des kurzen Implantatkörpers können die Mini-Implantate fast überall minimalinvasiv in den Kieferknochen eingesetzt werden und so als vorübergehende Verankerung von kieferorthopädischen Apparaturen dienen. Besonders attraktiv ist dieses Vorgehen für Patienten, deren vorhandene Zähne aufgrund eines Knochenabbaus (Parodontitis) nicht stabil genug wären, um solchen Kräften standzuhalten. Dabei ermöglichen  Sie einen deutlich höheren Tragekomfort kieferorthopädischer Apparaturen und eine geringere Beeinträchtigung der Sprache. Mini-Implantate werden minimalinvasiv unter örtlicher Betäubung durch die Schleimhaut hindurch in den Knochen eingesetzt und können nach Abschluss der Behandlung einfach und schnell wieder rausgedreht werden.

Dies macht sie auch attraktiv für andere Bereiche in der Zahnmedizin, wie zum Beispiel als temporäre Verankerung für lockere Prothesen, welche langfristig auf permanenten Implantaten befestigt werden sollen. Während der Einheilphase dieser definitiven Implantate können die Minis einfach zwischen diesen inseriert werden und über Druckknopsysteme vorübergehend vorhandene Prothesen fixieren. Sowohl in der KIeferorthopädie, als auch in der Prothetik sind Mini-Implantate erprobt und sicher und ermöglichen bei kleinem Aufwand und vergleichsweise geringen Kosten einen deutlich erhöhten Tragekomfort kieferorthopädischer Apparaturen oder von Prothesen.
 

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